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Kiez:Bürger
 

Offener Brief - Gastronomielärm



Aufruf zum Mitmachen

Offener Brief von AnwohnerInnen des Graefe-Kiezes
Oktober 2012

 

Liebe GastronomInnen des Graefe-Kiezes! 
Liebe AnwohnerInnen des Graefe-Kiezes!

              In den letzten Jahren hat sich viel Positives im Graefe-Kiez entwickelt.

Gewerbetreibende sowie AnwohnerInnen haben durch ihr Engagement zu einem
bunten Kiezleben beigetragen.

Seit geraumer Zeit sind jedoch negative Tendenzen insbesondere für die Anwohne-
rInnen zu verzeichnen.
Der Graefe-Kiez hat sich zu einem Szenebezirk entwickelt. Er ist inzwischen interna-
tional bekannt und wird von sehr vielen Touristen besucht, eine Empfehlung steht in
jedem Reiseführer.
Dieser Touristen- und Besucherandrang hat dazu geführt, dass die große Zahl der
Gastronomie-Betriebe in den Sommermonaten draußen vor ihrem Geschäft praktisch
jeden Zentimeter nutzen, um ihre Gäste zu bedienen – und das bis spät in die Nacht
hinein.

               Es entsteht dadurch sehr viel Lärm!

Leider wird dabei nicht auf die Nachtruhe geachtet, auf die die AnwohnerInnen ein
Recht haben!
Das soziale Klima leidet, viele AnwohnerInnen sind von dem Lärm in der Nacht
genervt, und das bei ansteigenden Mieten für Anwohner und Gewerbetreibende.

Erfreulicherweise haben eine Reihe von Gastronomie-Betrieben die Beschwerden
der AnwohnerInnen aufgenommen und die Initiative „Wir sind dabei“ gegründet:

      Seitdem ist es nachts vor den Gastronomie-Betrieben, die zur Initiative
                         gehören, merklich ruhiger geworden!

Diese GastronomInnen sorgen dafür, dass die Außenbewirtschaftung

  • So.–Do. ab 23.00 Uhr und Fr.–Sa. ab 24.00 Uhr geschlossen wird und ihre
    Gäste drinnen weiter bewirtet werden,
  • täglich ab 22.00 Uhr werden die Gäste freundlich darauf hingewiesen, dass ab
    jetzt die nächtliche Ruhe gilt.

Wir AnwohnerInnen begrüßen und unterstützen diese ermutigende Gastronomie-Initi-
ative, die wesentlich dazu beiträgt, das soziale Klima im Kiez wieder zu entschärfen!

Leider machen noch nicht alle Gastronomie-Betriebe unseres Kiezes bei dieser Initi-
ative mit und tragen damit nicht zur Lösung des Konfliktes bei. Im Gegenteil:

Sie profitieren vom Verzicht der Gastronomie-Initiative, da viele Gäste zu den noch
geöffneten Schankvorgärten wechseln.
Die Folge für die direkten AnwohnerInnen ist eine noch größere Lärmbelästigung.
Gleichzeitig nehmen die GastronomInnen, die der Initiative angehören, finanzielle
Verluste in Kauf:
Wir nennen das einen unfairen Wettbewerb mit unsolidarischen Mitteln!

                 Erstrebenswert ist eine einheitliche Lösung für alle
                     Gastronomie-Betriebe und AnwohnerInnen.

Wir möchten deshalb alle Gastronomie-Betriebe, die der Initiative „Wir sind dabei“
noch nicht beigetreten sind, mit diesem offenen Brief direkt ansprechen und sie er-
mutigen, sich der Initiative anzuschließen!

Es wäre für alle BewohnerInnen des Graefe-Kiezes zu schade, wenn der positiv ein-
geschlagene Weg der Gastronomie-Initiative scheitern würde.
Leider gibt es in anderen Szenebezirken der Stadt zu viele Beispiele, wo die Frustra-
tion zur Eskalation führte und wie jüngst am Spreewaldplatz zu Sperrzeiten.

                      Lasst es uns im Graefe-Kiez anders machen!

Wir, die AnwohnerInnen-Initiative „Kiezbürger“, benötigen zur weiteren Durchführung
unseres gemeinsamen Vorhabens Eure ermutigende Unterstützung!
Ihr seid herzlichst willkommen bei unseren zukünftigen Treffen.

                                                                   gezeichnet: AnwohnerInnen-Initiative „Kiezbürger“

Kontakt:
„Wir sind dabei“-Initiative
Ayse Yalcin (Restaurant dildile)
Jörg Platzer (room 77): joerg@room77.de
(SprecherIn der Gastronomenrunde)

Kontakt:
AnwohnerInnen-Initiative
„Kiezbürger“
E-Mail: kiezbuerger@versanet.de

 

 

Der gesamte Konfliktlösungsprozess „Gastronomielärm im Graefe-Kiez“ wird seit 2011 von der
Stadtteilarbeit GEKKO Graefe-Kiez des Nachbarschaftshauses Urbanstraße e.V. begleitet: gekko@nachbarschaftshaus.de oder 030 / 69 04 97-21.